Lerntherapie
Wenn ein Kind nicht recht vorankommt und das Lernen zur Last wird, gibt es die Möglichkeit zur Einzelförderung. Die Lerntherapie nimmt ihren Ausgang bei den körperlichen Grundlagen des Lernens: beim Tastsinn, dem Lebenssinn, dem Bewegungssinn und dem Gleichgewichtssinn. Erst wenn diese unteren Sinne sicher ausgebildet sind, kann der Körper aufnehmen und der Kopf lernen. Gearbeitet wird mit Bewegung, Körperwahrnehmung, Begegnung, Ritualen, Spielen und Sprache.
Heileurythmie
Die Heileurythmie geht aus derselben Erkenntnis hervor wie der Eurythmie-Unterricht: dass jedem Laut, jedem Rhythmus, jeder Form eine ihm entsprechende Bewegung innewohnt. Was im Eurythmie-Unterricht nach außen gestaltet wird, wirkt in der Heileurythmie nach innen: Wer diese Bewegungen mit dem ganzen Leibe vollzieht, der setzt damit Kräfte in sich in Gang, die ordnend und aufbauend in die leibliche wie in die seelische Entwicklung hineinwirken. Die Heileurythmie macht sich diesen Zusammenhang therapeutisch zunutze: In der Einzelstunde werden Bewegungen geübt, die auf den jeweiligen Schüler abgestimmt sind und ihm helfen, Einseitigkeiten in seiner Entwicklung auszugleichen.