„Jeder Mensch ist ein Künstler. Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt. Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.”
Joseph Beuys
An Waldorfschulen gelten künstlerische und kognitive Fächer als gleichrangig, und an der Freien Schule Hitzacker werden die künstlerischen Fächer mit besonderer Hingabe gepflegt. Mit seinem berühmten Satz, bei dem er an eine Aussage von Novalis anknüpfte, brachte Joseph Beuys auf den Punkt, wovon auch wir überzeugt sind: In jedem Menschen schlummert eine schöpferische Kraft, die geweckt werden will.
Nach zwölf Jahren an unserer Schule hat jeder Schüler unter anderem ein Hemd geschneidert, ein Messer geschmiedet, eine Kupferschale getrieben, eine Marionette gebaut, einen Stuhl geschreinert, einen Teppich gewoben. Er hat auf der Bühne gestanden, im Chor gesungen, ein Instrument gespielt. So geht es Waldorfschülern überall auf der Welt, seit über hundert Jahren – und in jedem von ihnen sind schöpferische Kräfte erwacht.
Wer erlebt hat, wie unter seinen Händen Neues entsteht, und die Freude daran kennt, ist ein Künstler im Sinne von Beuys. Dieses Erleben in unseren Schülern zu wecken ist das Ziel unserer künstlerischen Fächer.